Bisphenol A (BPA) gehört zu einer Gruppe von synthetischen Substanzen, die hormonähnlich wirken können. BPA wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflusst Fortpflanzung und Gehirnentwicklung. Neuere Studien bringen BPA unter anderem mit Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs sowie Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung.
In Babyflaschen ist BPA seit Mitte des Jahres EU-weit verboten. Doch in vielen anderen Produkten, so z.B. in Thermopapieren, findet sich der umstrittene Stoff weiterhin. Zudem ist die Chemikalie in Thermodruckpapier nicht nur tausendfach höher konzentriert als in Plastik, sie ist auch weniger fest gebunden. BPA im Thermopapier sorgt dafür, dass in der glatten Schicht die Druckfarbe bei hohen Temperaturen in Form bleibt.
Es ist seit langem bekannt, dass BPA durch die Haut aufgenommen werden kann. Maßgeblich trägt die Chemikalie im Papier auch zur Belastung der Gewässer bei. Über das Altpapier gelangt der Stoff in Recycling-Toilettenpapier und so in die Oberflächengewässer.